Weißstorch
Weißstörche werden 95 - 110 cm groß und haben eine Flügelspannweite von bis zu 220 cm. Besonders am Nest klappern Störche mit dem Schnabel weshalb sie auch Klapperstörche genannt werden.
In
den Sommermonaten ist der Weißstorch in den offenen Landschaften
Mittel- und Osteuropas zu Hause. Im Winter fliegt er bis nach Afrika.
Brutvögel aus Südeuropa und dem westlichen Mitteleuropa benutzen
dabei die Südwestroute über die Straße von Gibraltar (Südspanien).
Brutvögel aus dem östlicheren Europa nehmen die Route über den Bosporus
(Türkei) und fliegen teilweise bis an die Spitze Afrikas. Die hessischen
Störche (ca. 100 Brutpaare) gehören zu den Westziehern.
Am liebsten errichten die Weißstörche ihre Nester auf Kaminen, Hausdächern oder
auf speziell für sie aufgestellten Nisthilfen ein. Da sie jedes Jahr möglichst
die selben Nester wiederbesetzen und ausbauen, können mächtige Bauwerke entstehen,
die ein Gewicht von vielen hundert Kilogramm erreichen können. Es sind Nester
bekannt, die beinahe 2 Tonnen gewogen haben.
In Nordhessen ist der Weißstorch ein sehr seltener Brutvogel (weniger als 10
Paare). Mit etwas Glück kann man ihn aber auf dem Durchzug beobachten.
Der
Weißstorch hat einen abwechslungsreichen Speiseplan:
Im Frühling frisst er häufig Regenwürmer (die sind besonders bei den Jungtieren
beliebt), im Sommer fängt er sogar flinke Insekten, vor allem Heuschrecken. Doch
er ernährt sich genauso von Kleintieren wie Würmern, Fröschen oder Mäusen.
Einen Weißstorch auf Futtersuche erkennt man daran, dass er durch Wiesen oder
feuchtes Gebiet schreitet und dann blitzschnell mit dem Schnabel zustößt.
Früher
wurde der Weißstorch oft „Adebar“ genannte, was soviel bedeutet
wie Glücksbringer. Entgegen anderslautenden Meldungen sind es nicht
die Störche, die die Kinder bringen.



