Bodenprofile im Museum
Grundwasserböden
(Gley)
Grundwasserböden (=Gley) sind in der Tiefe ständig mit Wasser
gesättigt.
(Im Gegensatz dazu sind Stauwasserböden nur zeitweilig wassergesättigt,
daher "Pseudo"gley).
Grundwasser führt von der Seite her gelöste Stoffe, u.a. auch Eisen,
heran und reichert diese in den oberen Bodenhorizonten an. Es entstehen
rostfleckige, sogenannte "Oxidations-Horizonte" (Go). Im Unterboden
bewirkt der Sauerstoffmangel eine
chemische Reduktion des Eisens und es
treten sehr charakteristische, bläulich-graue "Reduktionsfarben" (Gr)
auf.
Gleye sind unter Erlen- und Birkenbruchwäldern oder unter Grünland
anzutreffen. Nach Dränage können sie beackert werden.
Andere Grundwasserböden treten an Moor-Standorten auf, sowie im Überflutungsbereich
größerer Flüße und Ströme in Form der braunen Auenlehme.
Bei dem im Museum gezeigten Gley sind der "Oxidationshorizont" (Go)
und der bläulich-graue "Reduktionshorizont" (Gr) gut erkennbar.
Das Grundwasser wurde vor einigen Jahrzehnten um ca. 50 cm abgesenkt
(rGr); der Boden wird heute gepflügt (Ap).
Vor sehr langer Zeit wurde der Boden bereits einmal besonders tief
gepflügt, worauf die humosen, bis in etwa 40 cm Tiefe reichenden,
schräg eingearbeiteten Schollen hindeuten.
Abbildung rechts:
Bodenprofil im Naturkundemuseum
Grundwasser-Boden:
Gley
Profiltiefe:
100 cm
Horizonte:
Ap
Go
rGr
Gr



