Vorschläge zu Exkursionen
Lössböden (Parabraunerde, mit Übergängen zu staunassen Böden)
Braune Lössböden sind weitverbreitet in der nordhessischen Senke (Fritzlarer Börde, Kasseler Becken, Hofgeismarer Senke, usw.) anzutreffen. Sie befanden sich jahrhundertelang unter Ackernutzung, und sind deswegen meist stark durch Bodenerosion abgetragen. Mancherorts fehlen mehr als 100 cm des ursprünglichen Profils. Unter Ackernutzung sind diese Böden durch Kalkung und Düngung eutrophiert und sehr fruchtbar, während sie unter Wald stark versauert sind.
Braune Lössböden treten ferner in den Gebirgstälern des Reinhardwaldes, vorwiegend an den ost-exponierten Westhängen tief eingeschnittener Täler, auf. Sie können aber sogar Hochflächen - meist in geringerer Mächtigkeit - überdecken, so zum Beispiel weite Teile des Plateaus westlich der Sababurg und im Raum Gottsbüren. Sie befinden sich hier heute oft unter Wald. Im Mittelalter waren sie aber auch beackert. Hier sind sie meist etwas staunass.



