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PHILIPPIA 13/4, 253-264, 9 Abb.
Kassel 2008

Han F. Vermeulen

Die Völkerkunde Sibiriens im Spiegel zeitgenössischer Naturforscher und Historiker

Abstract

Ethnology (Völkerkunde) and ethnography emerged during the Enlightenment in the work of German-speaking scholars who were exploring the Russian Empire at the order of the absolutist Tsar. These explorations seem to have been desired by the state, as the peoples of Siberia were regarded as „willing providers of taxes and furs”. Using the eighteenth-century expeditions as a point of departure, the writings of historians such as Gerhard Friedrich Müller and Johann Eberhard Fischer as well as of natural historians such as Daniel Gottlieb Messerschmidt, Georg Wilhelm Steller, Peter Simon Pallas, and Johann Gottlieb Georgi are introduced. In this connection, the relevance of these scholars for the emergence of ethnography and ethnology as an independent science is summarised.

Zusammenfassung

Im aufgeklärten 18. Jahrhundert trat in den Arbeiten derjenigen deutschsprachigen Gelehrten die Völkerkunde hervor, welche im Auftrag der absolutistischen Zaren das Russische Reich in allen Himmelsrichtungen erforschten. Diese Forschungen scheinen staatlich erwünscht gewesen zu sein, weil die Völker Sibiriens als „willige Lieferanten von Steuern und Pelzen“ galten. Ausgehend von den Expeditionen werden die Publikationen von Historikern wie Gerhard Friedrich Müller und Johann Eberhard Fischer sowie von Naturhistorikern wie Daniel Gottlieb Messerschmidt, Georg Wilhelm Steller, Peter Simon Pallas und Johann Gottlieb Georgi vorgestellt. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung dieser Gelehrten für die Entstehung der Völkerkunde als eine selbständige Wissenschaft nachvollzogen.

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